2k18 - was für 1 Scheißjahr

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    • 2k18 - was für 1 Scheißjahr

      Hallo zusammen,

      wir blicken gemeinsam auf ein erfolgreiches Jahr 2018 zurück. „Erfolgreich?“, fragt ihr euch vielleicht. „Das ist doch Quatsch“, wird sicher der ein oder andere denken. Wenn man den Kommentaren, die in den letzten Monaten immer wieder zu hören waren, Glauben schenken mag, ging es stets abwärts: Sinkende Spielerzahlen, wenige Updates, eine Projektleitung, welche die User ignoriert, ein inaktives Supportteam, viele Versprechungen und schlussendlich nichts dahinter. Statt einem erfolgreichen Jahr, also ein Jahr ständiger Misserfolge?

      Aber, schauen wir uns an, was wirklich so passiert ist. Gestartet haben wir das Jahr mit einem tollen Konzept: Mit der Ideenfabrik und den Arbeitsgruppen haben wir etwas in der Geschichte von Vio:SA einmaliges geschaffen: Formate, um euch aktiv in die Diskussions- und Entwicklungsprozesse einzubinden. Gelungen ist uns das bei der Priorisierung der für euch dringendsten Themen, der Diskussion über die Gestaltung von Grundstücken und des Hausinterriors sowie der Planung des Osterevents. Der Parkour, die Missionen „Eier schaukeln“ und Fallout sowie die Rubbellose hätte es ohne eure Vorschläge nicht gegeben. Es erreichten uns viele positive Kommentare und so manche weitere Anregung. Vielen Dank für diesen großen Rückhalt!

      Aber was ist nur daraus geworden? Personelle und zeitliche Engpässe sowie euer Druck, die Anzahl an bahnbrechenden Updates zu erhöhen, waren mit dieser Idee nicht vereinbar. Die Einbeziehung von Spielern in Diskussions- und Entwicklungsprozesse benötigt Zeit: Jeder soll seine Idee einbringen können, Widersprüche von anderen sollen gehört werden, Mitglieder in den Arbeitsgruppen müssen kontaktiert, Aufgaben verteilt und Neu-Engagierte eingewiesen werden. All das braucht Zeit. Zeit, die ein Großteil der Community nicht gewähren wollte, sondern eine eigentlich tolle Idee schnell als nutzlos abstempelten, da nicht innerhalb kürzester Zeit Ergebnisse zu sehen waren. Diese Kritik vernichtete schlussendlich die letzte Motivation, an diesen Formaten festzuhalten, noch bevor sie ihre wirklichen Stärken zeigen konnten. Dennoch denken wir, dass der grundlegende Gedanke wertvoll ist und auch zukünftig umso wichtiger wird. Deshalb würden wir – eure Zustimmung vorausgesetzt – im neuen Jahr einen Neustart wagen. Wir brauchen eine engagierte Community, die nicht nur selbst darüber bestimmt, wie sie sich Vio:SA vorstellt, sondern auch aktiv mitgestaltet. Andernfalls sorgen solche Konzepte nur für Frust bei allen Beteiligten.

      In Vergessenheit geraten ist auch das Initiativensystem, dass sich sonst seit 2014 großer Beliebtheit erfreute und immer wieder Stein des Anstoßes war, da viele Initiativen aus vergangenen Jahren noch unbearbeitet schlummern. Der Grund hierfür ist den meisten, aber leider nicht allen bewusst: Einerseits wurden in der Vergangenheit erheblich mehr Initiativen angenommen, als in der gleichen Zeit hätten umgesetzt werden können, und andererseits erfolgte die Priorisierung nicht anhand des Einreichungsdatums: Manche Dinge sind mehr und manche weniger wichtig. Bei dieser Unterscheidung hatte auch die Ideenfabrik geholfen. Aber seit langem werden nur noch wenige Initiativen angenommen, obwohl 75 Dafür-Stimmen innerhalb von zwei Wochen eigentlich nicht zu viel verlangt sein sollte. Diese Pause war einerseits gut, da es uns gelang, dass in jedem größeren Update ca. 40 % der Punkte aus Initiativen stammten. Andererseits brauchen wir auch frische Ideen. Deshalb wurde soeben das notwendige Quorum von 75 auf 50 reduziert. Und noch viel besser: In den Beschreibungen und Kommentaren können ab sofort Emojis benutzt werden (gleiches gilt übrigens auch für den Marktplatz). Ein Grund mehr direkt mal im Control Panel vorbeizuschauen.

      Was ist noch so passiert? Das bekannte Sommerloch wurde durch ein von Teilen des Adminteams organisiertes Sommerevent geschlossen und ist auf große Beliebtheit gestoßen. Mit einfachen Mitteln wurde Abwechslung geschaffen. Trotz guten Wetters und Urlaubszeit hat das Event für rege Beteiligung auf dem Server gesorgt. Das hat Mut gemacht und bewiesen, dass eine aktive und engagierte Community – in der nicht jeder nur an sich denkt – sehr viel wichtiger ist, als alles andere je sein könnte. Darauf werden wir in Zukunft noch viel mehr angewiesen sein.

      Seit langem in der Geschichte von Vio:SA gab und gibt es ein echtes Potenzial, an fundamentalen Grundsätzen, die lange Zeit das Erfolgsrezept bildeten, zu rütteln, denn was soll denn schon passieren? Das zeigen auch die jüngsten Änderungen: Die Überarbeitung des StVO-Punktesystems, die Entfernung des Bezugs zur Spieleranzahl beim Gangwar, das überarbeitete Haus- und Garagensystem, der Verlust von Immobilien bei zu geringer Spielzeit, die Nicht-Löschung von explodierten Privatfahrzeugen und vieles mehr. Von bisherigen Konzepten wurde radikal abgewichen, was nicht nur einiges an Überzeugungsarbeit, sondern auch an Entwicklungszeit einnahm. Aber man sagte mir auch, dass es auf die Größe (der Updates) nicht unbedingt ankommt.

      Was ist aber hinter den Kulissen passiert? Es wurden über 7700 Supporttickets, 255 Entbannungsanfragen, 1600 Beschwerden gegen User und 50 Beschwerden gegen Teammitglieder bearbeitet sowie 480 Änderungen am Ingame-Script bestehend aus 72657 hinzugefügten und 65670 gelöschten Zeilen vorgenommen. All das wurde geleistet von aktiven Teammitgliedern – tatkräftig unterstützt von engagierten Spielern. Freiwillig. Unbezahlt. Und warum? Um sich nach einer anstrengenden Zeit anhören zu dürfen, man ignoriere die User, nehme sich nicht genug Zeit, mache seine Arbeit nicht ordentlich und Vio würde verrecken? Nein. Weil sie der Meinung sind, dass mit Vio:SA vor 9 Jahren etwas Großartiges geschaffen wurde, dass sich über die Zeit bewährt hat und noch möglichst lang fortbestehen sollte. Angetrieben werden sie von dem Willen, anderen durch ihre Arbeit Abwechslung von der Realität bieten und so manches Mal ein Lächeln ins Gesicht zaubern zu können. Lasst uns bitte diesen Geist bewahren.

      In diesem Sinne: Wir danken euch für die Treue, hoffen, dass dann doch nicht alles so scheiße war und wünschen euch einen guten Start ins neue Jahr.